Als „Jerusalem am Rhein“ werden oft die drei sogenannten SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz bezeichnet. SchuM ist der Verbund, den die jüdischen Gemeinden der drei Städte im Mittelalter gebildet haben. Heute bestehen dort noch beeindruckende Zeugnisse jüdischer Religion und Kultur. Die Verfasserin dieses Beitrags hat vor allem die uralte, tief unter der Erde gelegene Mikwe in Speyer beeindruckt, ein rituelles Tauchbad.

Die einzelnen SchUM-Stätten wie archäologisch nachgewiesene oder wiederaufgebaute Synagogen, Ritualbäder und Friedhöfe zählen heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Wort SchUM ist ein Akronym aus den hebräischen Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen Namen der drei Städte.

Ein Rapper reist in die Vergangenheit
Der jüdische Rapper und Autor Ben Salomo begab sich vor einiger Zeit auf eine Reise in die Welt seiner Vorfahren – in den SchUM-Städten! Denn mit vollem Namen heißt der Musiker Jonathan Kalmanovich Ben Salomo und sein Nachname geht auf den Namen Kalonymos zurück. Diese Familie Kalonymos war vor 1000 Jahren ausgesprochen wichtig für die jüdischen Gemeinden in den drei Städten. In einem sehenswerten Film von WELT kann man diese Spurensuche miterleben.
Es gibt nur einen Gott
Interessant ist auch Ben Salomo selbst. Es gibt nur einen, so heißt eins seiner Lieder. Und weiter: Einige nennen ihn Allah, andere Andonai – und alle bestehen darauf, die Wahrheit gepachtet zu haben. Doch Gott gab den Menschen mehr als als nur einen Finger – und er gab ihnen auch mehr als nur einen Weg zu Gott … Auf seiner Homepage kann man den Song ganz leicht finden.
(cs)



























