Mein muslimischer Nachbarsjunge wollte schon vor über 20 Jahren unbedingt auch einen kleinen Weihnachtsbaum – und natürlich möglichst auch Geschenke 🙂 Wie feiern Muslime heute das Fest – und überhaupt alle, die sich nicht zum Christentum zugehörig fühlen?
2024 gaben in einer Umfrage 81 Prozent an, Weihnachten feiern zu wollen. Das ist deutlich mehr als die knapp 45 Prozent Kirchenmitglieder in Deutschland! Aber kann das Fest nicht auch andere ausgrenzen? Wir haben einen interessanten Artikel dazu auf katholisch.de gefunden.
Übrigens: Der Junge bekam seinen kleinen Baum – obwohl die Eltern gläubige Muslime und recht traditionell eingestellt waren. „Wir glauben auch an Jesus“, erklärte mir die Mutter mal. „Nur anders als Ihr. Für uns ist Jesus ein Prophet.“ Frohe Weihnachten!
Leider ist vom jüdischen Lichterfest Chanukka in diesem Jahr vor allem in Zusammenhang mit dem Anschlag in Australien die Rede. Er sorgte weltweit für Entsetzen! Und natürlich trübt dieses Ereignis die Freude der Jüdinnen und Juden weltweit.
Aber was genau feiern Juden eigentlich in diesen Tagen? Chanukka findet in diesem Jahr vom 14. bis 22. Dezember 2025 statt. Bekannt ist vor allem das Lichtwunder: Als im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung die Juden den Tempel in Jerusalem wieder erobert hatten, fanden sie nur einen kleinen Rest geweihten Öl vor. Es hätte nur noch gereicht, um für einen Tag Licht zu machen. Doch die Öllampe brannte auf wundersamerweise nicht nur einen, sondern acht Tage lang. Genau so lange, bis man neues, koscheres Öl hergestellt hatte.
In Erinnerung an dieses Wunder wird in jüdischen Häusern und Synagogen während des Lichterfestes jeden Abend eine neue Kerze am Chanukka-Leuchter (der acht Kerzen hat) entzündet. Zu dem Fest gibt es verschiedene besondere Speisen wie Latkes, eine Art Reibekuchen, und in Öl gebackenes Spritzgebäck. Die Kinder bekommen Geschenke.
Auch bestimmte Spiele gehören zur Tradition: Hier mit dem vierseitigen Kreisel, der vier hebräische Schriftzeichen trägt.
Auch an die Bewahrung der Religion und die Befreiung von hellenistischer Herrschaft erinnert das Lichterfest. Die Einweihung des Tempels wurde im Jahr 164 vor unserer Zeitrechnung gefeiert – von „v. Chr.“ , also „vor Christus“ wird in diesem Zusammenhang übrigens nicht gesprochen …
Auch wir bieten sie an: Ehe- und Partnerschaftsberatung. „Muss doch jeder selber wisse, was er will“, sagen vielleicht manche.
Es gibt aber manchmal Zeiten im Leben, wo es guttut, wenn eine unbeteiligte Person zuhört und jede(n) zu Wort kommen lässt. Und nicht etwa vorschnell „Tipps“ gibt.
Und auch das kann es geben: Eine Partner:in entdeckt seine / ihre Affinität zum Glauben, zu einer (anderen) Religion – der oder die andere kann aber überhaupt nichts damit anfangen. Kann man dann überhaupt noch eine gemeinsame Basis finden?
Unterschiedliche Werte und Vorstellungen können zu einer Belastungsprobe für die Partnerschaft werden. Auch, wenn ein Partner gar keiner Religion angehört oder sich schlicht nicht dafür interessiert. Dem anderen ist das aber wichtig …
Wenn man das rechtzeitig anspricht, kann es sicher gelingen, mit den Unterschieden umzugehen. Aber was, wenn eine(r) der Beiden erst nach Jahren einen Glauben (wieder-) entdeckt? Oder die Vorstellungen – manchmal auch die Erwartungen der Herkunftsfamilien -prallen einfach zu sehr aufeinander.
Kann ganz schön schwierig werden …
Speziell zum Thema Ehe haben wir auf evangelisch.de da einiges gefunden: Im evangelischen Verständnis geht es bei einer christlichen Ehe vor allem um den Segen, die Begleitung und Stärkung Gottes. Also die Kirche erwartet nicht, dass man um jeden Preis zusammenbleibt (was bei den Katholiken übrigens anders ist). Gut, dass es Beratung gibt! Auch in Trennungssituationen. Auch online und offen für alle – egal, ob man sich zu einer Religionsgemeinschaft zählt oder zu welcher.
Zum Beitrag auf evangelisch.de; hier geht es vor allem um die Frage, wie man damit umgehen kann, wenn beide Partner ganz unterschiedlich ticken – in diesem Fall ein Christ und eine Atheistin:
„Christen wollen einen positiven Beitrag zur Einheit“ (in der Türkei) betonte der Papst bei seiner ersten Station in Ankara. „Sie sind und fühlen sich wie ein Teil der türkischen Identität“, ergänzte er. Doch im frühen 20. Jahrhundert wurden Christen aus dem Land vertrieben und stellen heute nur noch eine winzige Minderheit dar.
Die Türkei habe heute eine besondere Funktion als Vermittler zwischen Asien und Europa, sagte der Papst. Außerdem plädierte er für eine vielfältige Gesellschaft. „Toleranz“ sei nicht genug. Ein Wink mit dem Zaunpfahl für Erdogan – den er ansonsten unter anderem für seine Familienpolitik lobte?
Foto: Ricardo Stuckert / PR
Leo besucht auch die Stadt Iznik, bei uns eher bekannt unter dem Namen Nicäa. In der römischen Provinz der Spätantike versammelten sich dort erstmals im Jahr 325 Bischöfe aus der ganzen damals bekannten Kirche. Sie beschlossen gemeinsam das Glaubensbekenntnis, das bis heute gültig ist. Auch wenn in Iznik das Christentum heute kaum noch eine Rolle spielt: anlässlich des Papst-Besuches haben sich die Menschen darauf eingestellt und hoffen auf touristische Belebung ihres Ortes …
Sehenswert ist ein Bericht der Deutschen Welle dazu:
Am 31. Oktober ist Reformationstag, sozusagen ein Gedenktag an Martin Luther. Vor 500 Jahren feierten der Mönch und die entlaufene Nonne Katharina von Bora Hochzeit. Ein Skandal!
Ob es damals bei Luthers so ausgesehen hat, wissen wir natürlich nicht …
Wie eine Expertin zur Nachrichtenagentur epd sagte, war es natürlich ein Affront, dass ein Mönch und eine Nonne heirateten. Die Reaktionen seien aber zwiespältig gewesen: Einige befürworteten sogar die Ehe; in Wittenberg in Sachsen-Anhalt jedoch – wo das Paar lebte – wurde Katharina mit einer Prostituierten gleichgestellt.
Vom Zweckbündnis zur echten Liebe: So beurteilt jedenfalls die Expertin den Bund der beiden Abtrünnigen. Wobei: Der abtrünnige Luther wollte seine – die katholische – Kirche eigentlich gar nicht spalten, nur reformieren. Unter anderem dürfen evangelische Pfarrer seit der Reformationszeit bekanntlich heiraten …
Martin Luther als Playmobilfigur
Einige waren damals überzeugt, aus der Ehe von Luther und Bora müssten Monster hervorgehen – klingt für uns heute lachhaft, aber es war immerhin noch die Zeit, als man fest an „Hexen“ und den Teufel glaubte und die sogenannten Hexen auch verbrannt wurden …
1525 waren auch die Bauernkriege in Deutschland in vollem Gange. In diesem Zusammenhang wird auch Luther öfter genannt, wohl weil sich die Bauern auch auf ihre „Freiheit eines Christenmenschen“ bezogen. So hieß eine Schrift Luthers aus dem Jahr 1520.
Luther distanzierte sich jedoch von den Aufständen und verbreitete sogar widerliche Flüche gegen die Bauern, die man an dieser Stelle gar nicht zitieren kann … Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei eine Seite der EKD zur Reformation empfohlen, hier gibt es auch ein Kapitel zu den Bauernkriegen.
Dort heißt es übrigens auch, für viele Historiker bedeute die Reformation das Ende des Mittelaltersund den Beginn der Neuzeit.
Ein Satz, der gut gemeint ist – aber ist er nicht manchmal auch etwas einfach für uns? Zum Beispiel im Umgang mit einem Menschen, der einen anderen verloren hat. Durch Trennung, Scheidung oder den Tod. Wie es besser gehen kann:
Hier einige Ideen, wir haben sie von der Plattform sonntagsblatt.de: Wer wirklich helfen will, meldet sich selbst – immer wieder, auch wenn nichts zurückkommt, heißt es da.
Und weiter: Frage nicht nur, was gebraucht wird, sondern mach konkrete Vorschläge, die zeigen, dass du mitdenkst. Zum Beispiel: „Morgen bringe ich deine Kinder zur Schule.“
Geteiltes Leid ist halbes Leid: „Ich halte das mit dir aus“ hilft mehr als jede Aufmunterung. Bleib einfach da, auch wenn es unbequem ist.
Auch wenn du überhaupt nicht weißt, was du sagen sollst – gerade in einem Trauerfall: Bleib trotzdem da, sag besser gar nichts als irgendeine gut gemeinte Floskel. Die vielleicht genau das Gegenteil von dem bewirkt, was du gemeint hast.
Immer wieder sonntags … schleicht sich gern mal die Einsamkeit ein, wenn man Single ist. Unter der Woche lenken Arbeit und andere Termine ab – aber am Sonntag?
Während Paare die Zeit miteinander oder mit der Familie verbringen, können sich Alleinstehende ausgeschlossen fühlen. Viele sitzen dann an Laptop oder Smartphone und scrollen sich durch Online-Dating-Portale.
Christ gesucht: Wie funktioniert christliches Online-Dating?
Auch in einer Gemeinde kann man sich natürlich kennenlernen. Wenn es aber bisher einfach nicht geklappt hat: Vielleicht hat man ja mit einer christlichen Dating-App mehr Glück?
BR Religion stellt zwei Portale vor, bei denen sich speziell Christen kennenlernen können: christ-sucht-christ und SALT.
Wo Äpfel und Tomaten das ganze Jahr über im Supermarkt erhältlich sind, fällt es schwer, Erntedank bewusst zu bedenken, sagt Pfarrer Michael Zippel. Das war früher anders: Wenn die Ernte eingebracht war, luden die Bauern ihre Bediensteten zu ausgelassenen Festen ein. Es gab Musik, Tanz und ein üppiges Essen.
Bald ist Erntedankfest, in den meisten christlichen Gemeinden wird es am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Dabei geht es vor allem auch um unsere Verantwortung für die Schöpfung.
Denn selbst wenn gentechnisch veränderte Lebensmittel und aufwändig bewässerte Gewächshäuser anderes glauben machen sollen: Hochwasserkatastrophen und Dürreperioden zeigen, dass der Mensch nach wie vor von der Natur abhängig ist.
Ein jüdischer Mann baut eine Laubhütte
Im Judentum gibt es bald ein ähnliches Fest der Freude: das Laubhüttenfest (Sukkot). Wo Platz ist, werden draußen Laubhütten gebaut und mit Obst und Gemüse geschmückt (Foto). Dazu werden Freunde und Familie eingeladen. In diesem Jahr findet das Fest vom 7. bis 13. Oktober statt; es erinnert auch an den Auszug der Israeliten aus Ägypten.
Papst Leo hat den Italiener Carlo Acutis heiliggesprochen, der 2006 mit nur 15 Jahren an Leukämie gestorben war. Der erste Heilige als „Influencer Gottes“.
Die Mutter von Carlo sagt, Carlo habe heute Anhänger in der ganzen Welt. Er berühre viele Herzen mit seinem Beispiel und seinem ansteckenden Glauben. Aber wie kann das sein? Und wie kommt es überhaupt zu einer Heiligsprechung von Menschen, die nicht mehr leben?
Wer kennt nicht den Heiligen Bischof Nikolaus?
Viele Kinder – nicht nur katholische – kennen natürlich den Heiligen Nikolaus und den Heilige Martin. Heilige waren besonders fromme Menschen, die vorbildlich gelebt haben, zum Beispiel Bischöfe oder Märtyrer. Viele Gläubige wenden sich an Heilige als Fürsprecher bei Gott.
Carlo Acutis war noch sehr jung, als es gestorben ist. Er sei ein „Fan von Jesus“ gewesen und begeistert vom katholischen Glauben. Außerdem habe er schon mit 10 Jahren seine erste Website programmiert und sei als „Cyber-Apostel“ viel im Internet unterwegs gewesen.
Um heiliggesprochen zu werden, müssen aber auch Wunder nachgewiesen werden, die von dieser Person – nach ihrem Tod – ausgegangen sind. In diesem Zusammenhang spielen auch sogenannte Reliquien eine Rolle. Bei Carlo soll es bisher zwei Wunder gegeben haben …
Was aber an der Geschichte von Carlo stimmt, was Rekonstruktion, was Folklore, ist unklar, schreibt sogar katholisch.de. Der Artikel dazu ist lesenswert!
„… ist nicht alles nur schön und leicht“, sagt Pfarrer Michael Zippel. Wir dürfen aber ganz sicher sein, dass Gott in allem bei uns ist. In dem, was uns schwerfällt und auch in dem, was uns glücklich macht, was uns fliegen und tanzen lässt, im Urlaub und auch wieder im Alltag.
Bestimmt erinnern Sie sich an solche Tage. In denen Sie voller Kraft und voller Pläne und Ideen sind. Oder überglücklich, weil uns das Leben so viel Schönes schenkt.
In einer Sommernacht – oder in einer lauen Brise am Meer. Der Wind ist mir wie der Atem Gottes. Wenn er mich streift, spüre ich Gott bei mir.
Ich weiß: Gott ist da, Gott kennt mich, meine Freude und meine Sorge, und Gott wird uns letzten Endes alle zu einem guten Ziel führen, so wie der Wind einen Drachen in die Höhe fliegen lässt.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen guten Neubeginn nach den Ferien. Seien Sie alle Tage in Dienst und im Privaten begleitet und getragen von Gottes Segen. Ihr Pfarrer Michael Zippel“