Gerade in Hof gibt es viele verschiedene freie Gemeinden und Gemeinschaften. Was heißt das eigentlich? Sie zählen sich nicht zur evangelischen oder katholischen Kirche, nennen sich deshalb manchmal „Freikirche“ – oder auch ganz anders. Sie finanzieren sich selbst durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder und Gottesdienstbesucher: Gebäude, in denen sie sich treffen, Projekte und die Prediger oder Pastoren, sofern die nicht anderweitig berufstätig sind.

Denn die freien Gemeinden leben oft auch davon, dass einzelne Mitglieder viele Aufgaben freiwillig übernehmen. Es gibt kleine Gruppen, Hauskreise, Lobpreis- und Gebetsabende, kurz: viel mehr Gemeinschaft als in den „großen“ Kirchen. Oft entstehen familienähnliche Beziehungen und enge Freundschaften.

Viele „Freie“ engagieren sich auch außerhalb ihrer Gemeinde: Sie machen etwa Gottesdienste im Gefängnis oder unterstützen Projekte in anderen Ländern. Ein Beispiel: die Freie Christengemeinde in Hof.

Im Rahmen der Aktion Nächstenhilfe gibt es hier schon seit 1990 Hilfstransporte in die Ukraine und nach Weißrussland (in Zusammenarbeit mit Kirchen und anderen freikirchlichen Gemeinden in Stadt und Landkreis Hof). Auch Straßenkinder sowie eine christliche Schule und ein Kindergarten wurden in der Ukraine schon unterstützt.

„Die breite Unterstützung und das große Medienecho machten die Nächstenhilfe zu einem Markenzeichen der ganzen Region“, schreibt die Freie Christengemeinde auf ihrer Homepage. Die Transporte wurden 2013 eingestellt, aber 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wieder aufgenommen.
Mehr: https://www.fcg-hof.de/ Außerdem gibt es in Hof die Evangelische Allianz – ein Netzwerk zahlreicher christlicher Gemeinden, Werke oder Gemeinschaften.
cs
