Ein Stundenbuch der Hoffnung

Für den sogenannten Trauermonat November haben wir heute eine Lese-Empfehlung der Psychologin und Schriftstellerin Helga Schubert: „Die Woche danach. Ein Stundenbuch der Hoffnung.“ (dtv, 176 Seiten). Schubert hat zehn Jahre lang ihren Mann gepflegt und dabei auf vieles verzichtet – aber gleichzeitig viel Zeit für sich und fürs Schreiben gewonnen.

Bild: Jan Moch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Da sie kaum aus dem Haus kam, Einladungen und Telefonate abgesagt hat oder nicht annehmen konnte, blieb ihr „eine äußerst produktive Arbeitsatmosphäre als Schriftstellerin“ (Welt am Sonntag vom 1.11.2026). Beide Partner haben übrigens zu DDR-Zeiten als klinische Psychologen an der Berliner Charité gearbeitet.

Sicher nicht alltäglich: Schuberts Buch zeigt, wie man sich, bei aller Trauer, selbst mit 86 Jahren neu sortieren kann – indem man sich (neue) Aufgaben sucht. Dazu kam in ihrem Fall eine „glückliche Fügung“: Sie wurde eingeladen, eine Rede zum 50. Jubiläum des Ingeborg-Bachmann-Preises zu halten. Sie selbst hat diesen Preis vor einigen Jahren – als älteste Preisträgerin überhaupt – erhalten.

Und warum eigentlich „Trauermonat“? Diese Bezeichnung hat mit den christlichen Gedenktagen Im November zu tun: Allerheiligen und Allerseelen bei den katholischen und Ewigkeitssonntag bei den evangelischen Christen (der am Sonntag vor dem 1. Advent begangen wird).

Zum Weiterlesen: Eine Themenseite zum Ewigkeitssonntag bietet Hilfe und Orientierung: Vorsorgen, Trauern, Erinnern – Orientierung in schweren Zeiten – EKD